Warum ERP-Innovationen für eine pünktliche und vollständige Lieferung unerlässlich sind

Die Lieferketten wurden durch die wachsende Nachfrage nach Online-Einzelhandel, Lieferung und Direktvertrieb stark belastet, aber die Herausforderungen haben sich durch eine Reihe von unvorhersehbaren Ereignissen noch verschärft. Denn die Welt hat sich bisher nicht von den Versorgungsproblemen erholt, die durch COVID-19 ausgelöst wurden. 

Händler versuchen nun Versorgungsengpässen vorzubeugen, indem sie möglichst frühzeitig einkaufen oder vorrübergehende Artikelbegrenzungen einführen. Aber sie ergreifen auch andere Maßnahmen, um die Abhängigkeit von Lieferanten als auch die Pünktlichkeit und Vollständigkeit ihrer Lieferungen sicherzustellen. Zum Beispiel erwartet der US-amerikanische Einzelhändler Walmart, dass 98 Prozent der bestellten Ware pünktlich ausgeliefert wird. Wenn ein Lieferant dies nicht einhält, kann Walmart eine Gebühr in Höhe von 3 Prozent des Warenpreises verlangen. Dieses On-Time and In-Full(OTIF)-Konzept ist nicht neu, die Anforderungen von Walmart sind jedoch recht hoch. 

Lösungen für die Herausforderungen von OTIF

Die von Walmart erhobene Gebühr von 3 Prozent für die Nichteinhaltung der Vorschriften ist nicht zu verachten. Für ein größeres Unternehmen könnte dies zu einer sechsstelligen Strafe führen, die den Gewinn schmälert. Angesichts des Inflationsdrucks, der sich auf die Umsatzziele auswirkt, stehen die Unternehmen immer wieder vor einem Dilemma: Entweder sie nehmen Gewinneinbußen in Kauf oder sie geben die Kosten an die Verbraucher weiter. Hersteller können es sich schlicht nicht leisten, dass zusätzliche Ausgaben ihre Gewinne verkleinern. Sie müssen also einen Weg nach vorne finden. Die Lösung liegt weder in einem 24-Stunden-Betrieb, der langfristig weder realistisch noch nachhaltig ist, oder in der Einstellung von mehr Fahrern. 

Einsatz der besten Technologie

Um die Herausforderungen durch strenge OTIF-Maßnahmen der Einzelhändler bewältigen zu können, müssen die Hersteller mehr als nur den Versandprozess berücksichtigen. Die Realität ist, dass Produkte nicht pünktlich und vollständig ausgeliefert werden können, ohne zuerst die Ursachen des Problems anzugehen. Viele davon liegen bereits auf der Herstellungsebene, zum Beispiel, wenn Materialien nicht ordnungsgemäß verwaltet werden oder, wenn Inhaltsstoffe und Komponenten nicht leicht zurückverfolgt oder gelagert werden können. Hersteller haben es dadurch schwerer, ihre OTIF-Verpflichtungen gegenüber jedem Einzelhändler zu erfüllen.

Unternehmen können diese Herausforderungen meistern, indem sie sich auf datengesteuerte Enterprise Resource Planning(ERP)-Technologie stützen, mit der sie ihre Prozesse besser verwalten können. Sie benötigen Tools für Prognosen, Angebot und Nachfrage sowie für die Lagerverwaltung, auf die sie sich verlassen können, um jederzeit ein klares Bild ihrer Abläufe zu erhalten.

Die bestmögliche Lieferkette aufbauen 

Der Druck auf die Lieferkette wird im kommenden Jahr hoffentlich nachlassen, aber die Volatilität – verursacht durch spezifische Engpässe, unvorhersehbare Nachfragen oder Ereignisse – wird wahrscheinlich bleiben. Die Hersteller können nicht darauf warten, dass sich die Dinge von selbst bessern, und sie sollten auch nicht die Erwartungen ignorieren, die die größten Einzelhändler der Welt in sie setzen. Um mit der Nachfrage mithalten zu können, benötigen die Hersteller ein ERP-System, das sie bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen und beim Aufbau der bestmöglichen Lieferkette unterstützt.