Mehr Resilienz in der Kunststoffindustrie dank cloudbasiertem ERP


Seit Beginn der COVID-19-Pandemie sind Unternehmen der Kunststoffindustrie enormen Herausforderungen ausgesetzt. Durch Lieferengpässe bei Rohstoffen und einer angestiegenen Nachfrage in China sind Rohstoffe in Europa knapp. Hinzu kommen notwendige Wartungsarbeiten und steigende Force-Majeure-Meldungen, die zu weiteren Produktionsausfällen führen können. Auch die Fracht- und Logistikkosten sind aufgrund der angespannten Lage in die Höhe geschossen. Viele Hersteller wie die von Kunststoffrohren, -bauteilen und andere müssen daher deutliche Preissteigerungen in Kauf nehmen und mit Produktionsschwierigkeiten rechnen. 

Für sie ist es jetzt umso wichtiger, Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie entscheidungsrelevante Daten im Blick zu behalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Oft entsteht in Krisensituationen die Tendenz, branchenbedingte komplexe Strukturen durch weitere Systeme oder Prozessschritte zu ergänzen, die diese Einflüsse lenkbar machen sollen. Doch nicht die Einführung weiterer Systeme oder Verfahrensweisen führt zum Erfolg, sondern deren Vereinfachung. Das macht vorhersehbare und unerwartete Störungen wie Liefer- oder Anlagenausfälle beherrschbarer und sichert den Geschäftserfolg. 

Prozesssteuerung mit Echtzeitkontrolle 

Der Aufbau von Resilienz, Innovationen und die Steigerung der Wertschöpfung bedingen den Einsatz neuer Technologien, die die Bedürfnisse der Kunststoffindustrie möglichst in einem System abdecken. Digitale Lösungen wie ein cloudbasiertes ERP-System ermöglichen umfassende betriebliche Informationen in Echtzeit. Diese Echtzeit-Analyse und Umsetzung bringen große Vorteile für die Prozesssteuerung. Im ERP können Handlungsalternativen entworfen und simuliert werden, die schließlich helfen, die Leistung zu optimieren und verschiedene Szenarien zu untersuchen. 

Um steigende Branchenanforderungen sowie neue gesetzliche Regelungen wie jene zur CO2-Footprint-Analyse, End-to-End Chargenverfolgung oder das anstehende Lieferkettengesetz erfüllen zu können, sollten Produzenten ein speziell auf ihren Markt zugeschnittenes ERP einsetzen. Eine Softwarelösung, die eine effiziente und zentrale Datenverarbeitung mit einer lückenlosen Prozesssteuerung verknüpft und die gleichzeitig hilft, Prozesse möglichst einfach umzusetzen, ist eine wichtige Voraussetzung für Wachstum, Innovation und Widerstandsfähigkeit bei Krisen. Außerdem muss das System skalierbar sein, falls Belegschaft, Werke oder Produktlinien erweitert werden. 

Auch um eine gleichbleibende Qualität auch im Falle starker Nachfrage-, Angebotsschwankungen oder bei Ressourcenengpässen sicherzustellen, benötigen gerade Unternehmen der Kunststoffindustrie eine lückenlose Kontrolle ihrer Prozesse in Echtzeit. Mithilfe von integrierten und benutzerdefinierten Prozess-Check-Punkten sichern sie ihre Qualitätsstandards vom Wareneingang über die Produktion bis zum Versand. Fehlerbedingte Zusatzkosten werden eliminiert, denn Fehler werden frühzeitig erkannt und können damit zeit- und ursprungsnah angegangen werden. 

Die digitale Transformation bietet einen unmittelbaren und überzeugenden Wettbewerbsvorteil für diejenigen, die sich schnell darauf einstellen können. Unternehmen benötigen intelligente Software, um industrielle Pain-Points, Produktivitätssteigerung, Erkenntnisgewinnung, Risikomanagement und Kostenoptimierung anzugehen. Cloudbasierte ERP-Systeme sind ein wichtiges Instrument und eine treibende Kraft für Verbesserungen in der Lieferkette und zum Aufbau von Resilienz.